Juli: Sternfibel

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Sternfibel

Das Deutsche Edelsteinmuseum präsentiert als Objekt des Monats im Juli 2019 eine mittelalterliche Sternfibel, die in der Sonderausstellung "Hildegard von Bingen" noch bis Ende Oktober zu sehen ist.

Die kreisförmige, goldene Fibel (dies ist eine Art Brosche zum Schließen von Kleidungsstücken, wie beispielsweise Mänteln) ist mit Ornamenten aus Filigran (= "gekörnter Draht", hier feine geflochtene Goldfäden) verziert. Den äußeren Kranz schmücken kleine, teils halbkugelige, geschliffene Granate, Turmaline, Türkise und andere Edelsteine. Der sechsteilige Mittelkranz ist mit Amethysten und Granaten besetzt. Die Mitte der Fibel ziert ein großer ovaler Saphir. Bei genauerer Betrachtung fällt unter dem leicht durchscheinenden Cabochon (= Schliffform des Steins) eine längliche Verfärbung auf, deren Bedeutung noch ein Rätsel ist.

Die Sternfibel, die Ende des 12. oder beginnenden 13. Jahrhunderts kreiert wurde, gelangte 1875 über den Frankfurter Kunsthandel ins "Altertumsmuseum Mainz" (heute Landesmuseum Mainz). Laut der dabei angegebenen Fundumstände wurde sie angeblich unter dem Mainzer Dom gefunden.

(Text: R. Geiß-Dreier, Foto: © Landesmuseum Mainz)

 
 

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