Dezember 2017: Wettbewerbsarbeiten

12-18-NW1Als „Objekt des Monats“ präsentieren wir bis Januar 2019 die mit Preisen ausgezeichneten Wettbewerbsarbeiten des
„49. Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreises Idar-Oberstein 2018“ sowie des „30. Deutschen Nachwuchswettbewerbes für Edelstein- und Schmuckgestaltung Idar-Oberstein 2018
Das Thema des diesjährigen Hauptwettbewerbes lautete „different faces“.

Mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde das Objekt von Carsten Kissner aus Schwetzingen, ein Halsschmuck oder Armband aus Rot-, Rosé- und Gelbgold, Platin, Brillanten sowie einem Spiralcollier aus Edelstahl.(Bild Startseite)

Bei diesem handwerklich vortrefflich gefertigten Schmuckstück, das sowohl als Armband als auch als Halsschmuck tragbar ist, handelt es sich nach einhelliger Meinung der Jury um die beste Arbeit des diesjährigen Hauptwettbewerbes. „Für meine ‚different faces‘ möchte ich einen Schmuck wie ein Chamäleon. Avantgardistisch und prachtvoll zugleich. Sowohl technisch als auch feminin. Etwas, das sich verwandeln und sich an mich und meine Stimmung anpassen kann, am besten noch am gleichen Abend“, beschreibt der Preisträger seine Gedanken zur Wettbewerbsarbeit.

Jury-Mitglied Carola Paul war voll des Lobes: „Handwerklich eine grandiose Arbeit. Bis ins kleinste Detail perfekt ausgearbeitet, insbesondere was die Verbindungen des Schmuckstückes angeht. Sowohl von der Goldschmiedekunst als auch von der Schmuckgestaltung her gesehen der verdiente erste Platz.“ Jury-Kollegin VIOLA ergänzte: „Für mich erfüllt dieses phantasievolle Schmuckstück jedes Kriterium der Ausschreibung. Das Wandelbare, die Tragbarkeit als Armreif oder als Halsschmuck, begeistern mich. Die Arbeit erinnert mich an die Panzer-Schuppen eines Reptils oder auch die eines Insekts. Die Assoziation mit einem Tier hat etwas Geheimnisvolles, das Stück schmiegt sich an den Körper an und hat eine wunderbare optische Wirkung“. Auch dass es sich nach unten verjüngt und schier unbegrenzte Interpretationsmöglichkeiten eröffnet, überzeugte die Jury, die einstimmig entschied.


Der Nachwuchswettbewerb stand unter dem Thema „changing colors“.

Hier gewann den 1. Preis
Ekaterina Tristan aus Darmstadtmit einem Anhänger mit Kette aus Silber und Gelbgold mit Amethyst und Chalcedon. (Bild oben)

Bei diesem handwerklich überzeugenden und gut tragbaren Anhängerschmuck handelt es sich nach dem einstimmigen Votum der Jury um die beste Arbeit des diesjährigen Nachwuchswettbewerbes. Jury-Mitglied Martin Julier war nicht nur von der technischen Umsetzung des gestellten Wettbewerbsthemas mittels eines Drehmechanismus und einer verspiegelten Fläche sondern auch von der Farbauswahl von Amethyst und Chalcedon und den sich daraus ergebenden fließenden Farbeffekten begeistert. Die Preisträgerin erläutert ihre Arbeit, bei der die verwendeten Materialien in einen bezaubernden Dialog treten so: „In einer doppelseitigen Edelsteinfassung schweben ein Amethyst und ein meerblauer Chalcedon über einer hochglanzpolierten Schale aus Silber, in der sich die Farbe des jeweiligen Edelsteins spiegelt. Drückt man den geschwärzten Knopf herunter, lässt sich die Fassung drehen und rastet in einer von vier verfügbaren Positionen wieder ein. Auf den ersten Blick dominiert der nach vorne gerichtete Edelstein das Stück, doch es dauert nicht lange, bis sich dem Betrachter die raffinierte Design-Entscheidung dahinter offenbart. In der Schale reflektiert sich die Farbe des rückwärtigen Edelsteins und bietet dem vorderen Edelstein so die ganze Bühne. Das kühle und ruhige Blau des Chalcedons wird umrahmt vom lebhaften Violett des Amethysts und dem warmen Gold der ihn umgebenden Stäbchen. Anders herum schwebt der Amethyst scheinbar im Licht, wenn die Schale hinter ihm in der hellen Farbe des Chalcedons aufleuchtet. Die wohldurchdachte Konstruktion lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den verborgenen Teil des Stücks. So ruft es uns in Erinnerung, dass wir das Wesentliche nicht immer sofort erkennen. Nur durch geduldige Beobachtung eröffnet sich uns das wahre Wesen der Dinge“, so die tiefgründigen Anmerkungen der Preisträgerin zu ihrer Arbeit. Die Jury entschied einstimmig.

Selbstverständlich präsentieren wir auch alle anderen preisgekrönten Wettbewerbsarbeiten, sie können alle bis Mitte Januar 2019 im Museum bewundert werden.

 
 

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